21. April 2021

Bayer Aktie - Dividendenstabilität mit Medikamenten


Die Bayer AG ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft. 

Inhalt

- Aktuelle Dividende mit Dividendenhistorie
- Unternehmensbeschreibung
- Aktienanalyse
- Aktienchart
- Unternehmenskennzahlen
- Geschichte

Aktuelle Dividende mit Dividendenhistorie

Eine Übersicht über alle Dividenden (je Geschäftsjahr):

(in Euro)
Jahr
Dividende
2021
2020
2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
2,20*
2,80
2,80
2,80
2,70
2,50
2,25
2,10
1,90
1,65
1,50
1,40
1,40
1,35
1,00
0,95
0,55
0,50
0,90
0,90
1,40
*Prognose

Unternehmensbeschreibung

Die Bayer AG ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft. 

Das breite Sortiment an Produkten und die Forschungsschwerpunkte des Konzerns sind auf die Gesundheitsversorgung, den Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung ausgerichtet. 

Das operative Geschäft ist dabei in die Bereiche Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science inklusive Animal Health untergliedert. 

Das Produktangebot erstreckt sich von verschreibungspflichtigen Medikamenten über Aspirin, Alka-Seltzer und anderen Schmerzmitteln, Dermatologika, Vitaminen, Blutzuckermessgeräten und Injektionssystemen bis hin zu Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie Produkten für Nutz- und Haustiere. 

Aktienanalyse

Im Video werden das Geschäftsmodell und alle wesentlichen Kennzahlen erläutert:

vom 26. Juni 2020
von "Hoch die Hände Dividende" 

Aktienchart

Der Aktienchart von 1987 bis 2019:

Unternehmenskennzahlen

Hier sind wesentliche Kennzahlen zur Aktie von Bayer aufgeführt:

(in Euro)
Jahr
Gewinn
G/A
G/A (b)
Div
2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
4.091
1.695
7.336
4.531
4.110
3.426
3.189
2.403
2.470
4,17
1,80
8,29
5,44
4,97
4,14
3,86
2,91
2,99
6,40
5,60
6,64
6,67
6,82
5,89
5,61
5,30
4,83
2,80
2,80
2,80
2,70
2,50
2,25
2,10
1,90
1,65

(aus: Geschäftsbericht 2019, S.2
Geschäftsbericht 2015,S.3)
G/A: Gewinn je Aktie
G/A(b): Bereinigter Gewinn je Aktie
Div: Dividende

Die Unternehmenskennzahlen werden nicht weiter aktualisiert.

Geschichte

1863 1. August: Gründung von „Bayer et comp.“ in Barmen (heutiger Stadtbezirk Heckinghausen in Wuppertal) durch Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott. 

Wichtige Produkte: Fuchsin und Anilin.

1881 Nach dem Tod Bayers übernahm sein Sohn Friedrich Bayer die Unternehmensführung. 

Umwandlung in „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.“ 

1882 Berufung von Henry Theodore Böttinger in den Vorstand. 

Seit etwa 1900 Hauptsitz in Leverkusen. 

1888-1914 Ausbau der chemischen Forschung durch Carl Duisburg u.a.:

Erforschung der Wirkungen des Diacetylmorphins, der Acetylsalicylsäure und der Sulfonamide führen zu Produkten unter den Markennamen 

HeroinAspirin und Prontosil 

(weltweit erste Chemotherapeutikum zum Einsatz als Breitbandantibiotikum).


1913 Beschäftigung von 10.600 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Russland und den USA (Exportanteil: 60-80 Prozent des Unternehmensumsatzes). 

1914-1918 1. Weltkrieg: 

Zunehmende Integration in die Rüstungswirtschaft.

Herstellung von kriegswichtigen Stoffen wie Kautschuk, Sprengstoff, Chlorpikrin und Senfgas. 

Lieferung von Chlorgas und Phosgen zur Giftgaserzeugung



Nach dem 1. Weltkrieg 

Weitgehende Demontage und Enteignung der Produktionsanlagen von Bayer. 

Unversehrtheit des Werks in Wiesdorf ermöglichte die rasche Aufnahme von Forschung und Produktion. 

1923 Einführung von Suramin (Germanin) als Mittel gegen die Schlafkrankheit. 

1924-1925 Gründung der I. G. Farben AG 

durch Fusion der Hoechst AG, Cassella und Kalle & Co. AG, Bayer, BASF, Agfa, Griesheim Elektron und Weiler-ter-Meer. 

Vorstandsvorsitzender: Carl Bosch und Carl Duisberg wurde Aufsichtsratsvorsitzender. 

Die Mitarbeiterzahl lag 1924 bei etwa 80.000 (größte Chemieunternehmen dieser Zeit). 

Hauptgrund der Fusion: Zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten und wachsende internationale Konkurrenz vor allem durch die Vormachtstellung des amerikanischen Chemiekonzerns DuPont. 



1926 Beginn mit der Kohlehydrierung (nach dem Bergius-Pier-Verfahren) zur Herstellung von Benzin aufgrund der stark wachsenden Automobilindustrie. 

1930 Durchbruch bei der Kautschuk-Synthese („Buna“ war einer der ersten synthetischen Kautschuke). 

1930er Jahre 

Weltweite Marktführerschaft in der Stickstoffchemie. 

1932 Zusammenarbeit mit der AEG auf dem Gebiet der magnetischen Tonaufzeichnung. 

Ab 1933 

Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet die I. G. Farben zunehmend unter politischen Einfluss und wurde zu einem Staats- und Kriegskonzern umgebaut. 

1938 Entwicklung des Polyamids „Perlon“ durch Paul Schlack als Konkurrenz zu dem 1935 vom US-amerikanischen Chemiekonzern DuPont patentierten „Nylon“. 

1939-1945 2. Weltkrieg: 

Produktion der I. G. Farben für die Kriegswirtschaft sowie Unterstützung der Rekrutierung von Zwangs- und Fremdarbeitern und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen. 

1941-1945 

Herstellung von Zyklon B (Giftgas) 

durch die Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Beteiligungsverhältnisse: I. G. Farben 42,5 %, Degussa 42,5 % und T. Goldschmidt 15 %): 

Einsatz zur industriell organisierten Massenermordung von Häftlingen in den Gaskammern von Auschwitz, Majdanek, Sachsenhausen u.a. 

1942-1945 Betrieb einer Fabrik in der Nähe der polnischen Stadt Monowitz mit angeschlossenem Arbeitslager zur Produktion des synthetischen Kautschuks Buna, der die deutsche Rüstungsindustrie von importiertem Naturkautschuk unabhängig machen sollte. 

Das Lager Buna/Monowitz war ein Nebenlager des Lagerkomplexes Auschwitz. 

1945 Keine vollständige Zerschlagung der I. G. Farben in den westlichen Besatzungszonen aufgrund der guten Geschäftsbeziehungen des Konzerns vor allem mit der amerikanischen Exxon und dem Chemiekonzern DuPont, mit dem seit Beginn der 1930er Jahre eine Überkreuzverflechtung bestand. 

1947-1948 Anklage von 23 leitenden Vertretern der I. G. Farben („I.G.-Farben-Prozess“, 13 wurden zu Haftstrafen verurteilt). 

1950 

Zerschlagung der I. G. Farben 

gemäß Verfügung der Allierten in elf Unternehmen: Agfa, BASF, Cassella GmbH, Chemische Werke Hüls AG, Bayer AG, Hoechst AG, Duisburger Kupferhütte AG, Kalle & Co. AG, Dynamit AG, Wasag Chemie AG und Mainkur AG. 

1950 Zur neuen Bayer AG gehörten die Werke in Dormagen, Elberfeld, Leverkusen und Krefeld-Uerdingen. 

1952

Einführung von Mitteln zur Bekämpfung der Tuberkulose sowie die Produktion von Penicillin. 

1953 Börsennotierung sowie Einführung von Chlorpromazin (erste Neuroleptikum als Lizenzprodukt von Rhone-Poulenc) in Deutschland.

1954 Gründung bzw. Rückgewinnung von Niederlassungen in Argentinien, Chile und Brasilien. Gründung von Mobay in den USA (Joint-Venture mit Monsanto): 

Produktion von Agent Orange für den Einsatz im Vietnam-Krieg u.a. 

1957 Erschließung von Erdöl als Geschäftsfeld (Erdölchemie bzw. Petrochemie). 

1961 Nachfolger von Ulrich Haberland als Vorstandsvorsitzender wird Kurt Hansen. 

1962 Umsatz: 4 Milliarden DM und 61.000 Beschäftigte. 

1964 Fusion der Bayer-Töchter Agfa und Gevaert. 

1967 Mobay wird 100%ige Tochter von Bayer. 

1971 Neue Konzernstruktur beendet die bisherige funktionale Struktur. 

1973 Errichtung des Werks in Brunsbüttel. 

1974-1984 Herbert Grünewald wird Vorstandsvorsitzender: Kauf von Miles, Ausbau der Pflanzenforschung.


1984-1992 Hermann J. Strenger ist Vorstandsvorsitzender 

1990 Umsatz: 42 Milliarden DM und 171.000 Mitarbeiter. 

1992-2002 Manfred Schneider ist Vorstandsvorsitzender. 

1994 Produktion von Aspirin in Bitterfeld. 

1995 Kauf von Sterling-Winthrop ermöglicht den Rückerwerb der Namensrechte in den USA. 

1999 Tod von 24 Kindern in Tauccamarca (Peru) wegen einer unsachgemäßen Verwendung eines Parathion-methyl enthaltenden Insektizids.

Vorwurf gegen Bayer: Unzureichende Kennzeichnung mit Warnhinweisen auf den Originalkunststoffbehältern. 

2001 Übernahme der Pflanzenschutz-Sparte von Aventis für 7,25 Milliarden Euro. 

Werner Wenning wird Vorstandsvorsitzender. 

2002 Bayer wird mit der Übernahme der Saatgutabteilung von Aventis zu einem der größten Saatgutkonzerne der Welt 

(maßgebliche Konkurrenten sind Monsanto, DuPont, Pioneer und Syngenta). 



2002-2005 Neuausrichtung 

(forciert durch die Lipobay-Krise und dem stark eingebrochenen Aktienkurs): 

Umformierung der bisherigen Geschäftsbereiche (Pflanzenschutz, Pharma, Polymere und Chemie) in eigenständige Teilkonzerne (Bayer CropScience, Bayer HealthCare, Bayer MaterialScience und Bayer Chemicals) unter dem Dach einer Holding. 

Weitere Bereiche wurden ausgegliedert in Servicegesellschaften. 

2005 Ausgliederung von Bayer Chemicals mit Teilen des Kunststoffgeschäfts führt zum Spin-off und Börsengang als Lanxess. 

2005 Übernahme der OTC-Sparte von Roche führt zur Neuausrichtung des Pharmabereichs mit dem 

Ziel der weltweiten Marktführerschaft bei rezeptfreien Medikamenten. 

2006 Kauf von Schering (Pharma) für 17 Milliarden Euro. 

Verkauf der Division „Diagnostics“ an Siemens für 4,2 Milliarden Euro. 

2014 Übernahme von Algeta (Krebsmedikamente). 

Kauf des Consumer-Care-Geschäfts von Merck&Co. für 14,2 Milliarden US-Dollar macht Bayer zum 

weltweit zweitgrößten Anbieter von rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitsprodukten 



(Nr. 1 ist Johnson & Johnson). 

2014-2015 Abspaltung und Börsengang der MaterialScience-Sparte: Firmierung als Covestro

2016-2018 

Kauf von Monsanto für 66 Milliarden US-Dollar macht Bayer zum weltweiten Marktführer in der Agrarchemie. 

Das Video stellt die provokante Frage: Ist Monsanto der schlimmste Konzern der Welt ? 


vom 5. Juni 2013

Auflage der Monsanto-Übernahme ist der Verkauf an BASF von fast dem gesamten bisherigen Geschäft mit Saatgut und agronomischer Merkmale, Glufosinat (Pflanzenschutzmittel) sowie wichtiger Forschungsprogramme für Breitband-Unkraut-Vernichtungsmittel. 

2018 10. August: 

Verurteilung von Monsanto (jetzt zu Bayer gehörig) zu einer Zahlung von 289 Millionen US-Dollar an ein Krebsopfer (5.000 ähnliche Klagen sind anstehend): 


Aktienkurs von Bayer sinkt um 11 Prozent. 


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