22. April 2021

EON Aktie - Dividende mit Energie


E.ON ist einer der größten deutschen Energiekonzerne.

Inhalt

- Aktuelle Dividende mit Dividendenhistorie
- Unternehmensbeschreibung
- Aktienchart
- Unternehmenskennzahlen
- Geschichte

Aktuelle Dividende mit Dividendenhistorie

Eine Übersicht über alle Dividenden (je Geschäftsjahr):

(in Euro)
Jahr
Dividende
2020
2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
0,46
0,43
0,30
0,21
0,50
0,50
0,60
1,10
1,00
1,50
1,50
1,50
1,37
1,12
0,92
0,78
0,67
0,58
0,53
0,45
*Prognose

Unternehmensbeschreibung

Die E.ON SE ist eines der weltweit größten Energieunternehmen. 

Der Konzern konzentriert sich vornehmlich auf die Bereiche Energienetze und Kundenlösungen. 

Im Geschäftsfeld Energienetze werden die Verteilnetze für Strom und Gas und die damit verbundenen Aktivitäten zusammengefasst. 

Zu den Hauptaufgaben in diesem Geschäftsfeld gehören der sichere Betrieb der Strom- und Gasnetze, die Durchführung aller erforderlichen Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen sowie die Erweiterung der Strom- und Gasnetze, oft im Zusammenhang mit der Realisierung von Kundenanschlüssen. 

Im Feld Kundenlösungen richtet sich E.ON an Privatkunden sowie mittelständische und große Unternehmen und bietet dabei Produkte und Dienstleistungen, u.a. zur Steigerung der Energieeffizienz. 

Aktienchart

Der Aktienchart von 1987 bis 2019:


Unternehmenskennzahlen

Hier sind wesentliche Kennzahlen zur Aktie von E.ON aufgeführt:

(in Euro)
Jahr
Gewinn
Gew (b)
G/A
Div
2019
2018
2017
2016
2015
2014
2013
2012
2011
1.566
3.223
3.925
-8.450
-6.999
-3.160
2.091
2.189
-2.219
1.536
1.505
1.427
904
1.076
1.646
2.126
4.170
2.501
0,68
1,49
1,84
-4,33
-3,60
-1,64
1,10
1,15
-1,16
0,46
0,43
0,30
0,21
0,50
0,50
0,60
1,10
1,00

aus: Geschäftsbericht 2019,S.245
Geschäftsbericht 2016,S.231
Geschäftsbericht 2015,S.222
Geschäftsbericht 2012,S.2
Gew(b): Bereinigter Gewinn
G/A: Gewinn je Aktie
Div: Dividende

Die Unternehmenskennzahlen werden nicht weiter aktualisiert.

Vorgeschichte

1923 Gründung der Vereinigte Industrie-Unternehmungen Aktiengesellschaft (VIAG) 

durch das Deutsche Reich.  

1929 Gründung der Vereinigten Elektrizitäts- und Bergwerk AG (VEBA) 

durch den Freistaat Preußen. 

1965 Teilprivatisierung von VEBA durch Börsengang („erste Volksaktie“): Bundesrepublik Deutschland blieb Minderheitsaktionär (25%iger Anteil). 

1983 und 1987 Restprivatisierung der VEBA durch Börsengänge. 

1986 und 1988 Komplette Privatisierung der VIAG durch Börsengänge.

Geschichte

1999-2000 Entstehen von E.ON 

(das damals drittgrößte Industrieunternehmen Deutschlands) 

durch Fusion von VEBA und VIAG 

war die bis dahin größte der deutschen Wirtschaftsgeschichte. 


Ulrich Hartmann ist Vorstandsvorsitzender (bis 2003): 

Konzentration des Mischkonzerns auf 

Energie, 
Spezialchemie (Degussa u.a.), 
Telekommunikation sowie 
Immobilienmanagement 

führte zu Verkäufen von Beteiligungen an 

Viag Interkom (Mobilfunk) ), 
One (Mobilfunk) sowie 

Aufgabe der Geschäftszweige 

Mobilfunk, 
Aluminium, 
Distribution, 
Logistik, 
Verpackungen u.a. 

2001-2003 Letztliche Übernahme von Ruhrgas 

(mit Auflagen): Größter deutscher Gasversorgungskonzern (60%iger Marktanteil) sowie damit 6,5%ige Beteiligung an Gazprom (größte halbstaatliche Gasunternehmen in Russland). 


2003-2010 Wulf Bernotat ist Vorstandsvorsitzender: 

Konzentration auf das Strom- und Gasgeschäft führte zu Verkäufen von Beteiligungen (Gelsenwasser u.a.) bei gleichzeitigen Käufen zahlreicher privatisierter Energieversorgungsunternehmen in Osteuropa. 

2003-2004 Verkauf von Degussa (Chemie) 

an RAG (als Auflage) nach vorheriger Übernahme der Ruhrgas-Anteile. 

2005 Verkauf von Ruhrgas Industries (Messtechnik) und Viterra (Immobilien). 

Käufe von Powergen und Midlands Electricity (Großbritannien). 

25%ige Beteiligung (minus 1 Aktie) an Yushno Russkoje (Erdgasfeld, Sibirien). 

Vertrag zum Bau der umstrittenen Ostseepipeline 

zusammen mit BASF

Gescheiterte Käufe von Scottish Power und Edison. 

2006-2007 Gescheiterte Übernahme der Endesa (Energieversorgung; Spanien) 

führte letztlich zu Beteiligungen an Energieversorgungsunternehmen im Wert von etwa 10 Milliarden Euro in Spanien, Italien, Frankreich, Polen und der Türkei. 

2007-2010 Investitionsprogramm von rund 60 Mrd. Euro 

führte zum Einstieg in neue Märkte, Kraftwerksinfrastruktur und erneuerbare Energien sowie Naturgas.


2009 Marktbeherrschung der vier Konzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall in Deutschland war seit Jahren wettbewerbsrechtlich bedenklich 

und führte u.a. zu den E.ON-Verkäufen von Thüga und etwa 4.800 Megawatt (MW) Kraftwerksleistung in Deutschland sowie des deutschen Höchstspannungsnetzes (an Tennet). 

Geldbuße von 553 Millionen Euro durch die EU-Kommission wegen Marktabsprachen gegen GDF Suez und E.ON (Absenkung auf 320 Millionen Euro in 2012). 

2010 Laufzeitverlängerung für die damals 17 deutschen Kernreaktoren durch die Bundesregierung. 

Seit 2010 Johannes Teyssen ist Vorstandsvorsitzender 

und verfolgt umfassende Strategie: 

Fokus auf Cleaner & Better Energy, verstärkte Investitionen außerhalb Europas, stärkere Reduktion der CO2-Emissionen sowie der Abbau der Finanzschulden. 

2011 Radikale Abkehr der bisherigen Atompolitik 

durch Beschluss des Atomausstiegs nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima

Fertigstellung der Nord-Stream-Pipeline durch die Ostsee zusammen mit Gazprom und BASF


Aberkennung der Betriebserlaubnis für die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie den Krümmel-Reaktor führte zu einer Verfassungsbeschwerde. 

2011-2013 Schuldenabbau 

durch 

Stellenabbau von etwa 11.000 Beschäftigten
Standortschließungen und
zahlreichen Verkäufen von Beteiligungen wie u.a. 

3,5%ige Beteiligung an Gazprom (für 3,4 Milliarden Euro), 
Open Grid Europe (für 3,2 Milliarden Euro) sowie 
Central Networks (für 4,7 Milliarden Euro). 

2011-2016 Scheitern von Schadensersatz- und Verfassungsklagen von E.ON, RWE und Vattenfall gegen die Bundesregierung. 

2014-2016 Bildung von Uniper zur Abspaltung fossiler Energien und Kernenergie u.a. 

mit E.ON RussiaNord-Stream-Pipeline (Beteiligung) und Eneva (Brasilien) sowie 

14,6 Milliarden Euro an Rückstellungen für den Rückbau von stillgelegten Kernkraftwerken: 

Konzentration der „alten“ EON auf erneuerbare Energien und das Netzgeschäft sowie dem Türkeigeschäft. 

2014 Ausweis eines Verlusts von 3,16 Milliarden Euro (größter Verlust der Unternehmensgeschichte). 

2016 Börsengang von Uniper

Anerkennung einer angemessenen Entschädigung für E.ON, RWE und Vattenfall für das Abstellen der Atomkraftwerke in 2011 durch das Bundesverfassungsgericht

2017 Verkauf des verbliebenden 46,65%igen Uniper-Anteils an Fortum

2018-2020 Zerschlagung von Innogy sowie Tauschgeschäfte mit RWE


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