14. April 2019

Börsencrash - alle wesentlichen Fakten


Als Börsenkrach (oder Börsencrash) wird ein extremer Kurseinbruch an der Börse bezeichnet.

Er dauert einige Tage bis hin zu einigen Jahren. 

In dieser Zeit dominieren meist panikartige Verkäufe, die einen großen Angebotsüberhang erzeugen und so zu drastisch fallenden Kursen führen.

Wesentliche Börsenkrisen:

1637 Tulpenmanie

Erster überlieferten Zusammenbruch einer Börse: 

Nachdem viele niederländische Anleger anlässlich der großen Tulpenmanie in Erwartung weiterer Preissteigerungen zu extrem hohen Preisen Tulpenzwiebeln (bzw. entsprechende Optionsscheine) gekauft hatten, blieben bei der jährlichen Versteigerung in Alkmaar schließlich die Käufer aus und die Preise fielen um 95 Prozent.

1847 Bankenkrise

Der Börsenkrach im Jahr 1847 führte zur Bankenkrise in Frankreich und England im Vorfeld der revolutionären Unruhen von 1848.

1869 Goldspekulation

Der Schwarze Freitag vom 24. September 1869, der von Goldspekulationen der Unternehmer Jay Gould und James Fisk und Gegenmaßnahmen der Regierung der Vereinigten Staaten ausgelöst wurde.

1873 Gründerkrach 

Am 9. Mai 1873 stürzten die Aktienkurse an der Wiener Börse ins Bodenlose (Gründerkrach). 

Auch in Deutschland und den Vereinigten Staaten stürzten die Aktienkurse ab.

1893 Wirtschaftskrise 

Am 5. Mai 1893 kam es aufgrund der Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten zu erheblichen Kursverlusten an der New York Stock Exchange, die besonders Eisenbahnaktien trafen.

1907 Börsenkollaps 

Am 13. März 1907 kollabierten die Preise an der New York Stock Exchange. 

Als Ursachen werden ausgetrocknete Geldströme als Folge des Russisch-Japanischen Kriegs, des Wiederaufbaus von San Francisco nach dem großen Erdbeben von 1906 und eine Über-Expansion bei einigen großen Eisenbahngesellschaften betrachtet.

1927 Schwarzer Freitag (in Deutschland)

Der Schwarze Freitag am 13. Mai 1927 ließ den Aktienindex des Statistischen Reichsamtes an der Börse Berlin um 31,9 Prozent einbrechen.

1929 Weltwirtschaftskrise

Der Schwarze Donnerstag am 24. Oktober 1929 gilt als einer der Auslöser der Weltwirtschaftskrise.


1987 Schwarzer Montag 

Am 19. Oktober 1987 stürzte der Dow Jones am sogenannten Schwarzen Montag um über 20 Prozent ab. 

Die Kurse erholten sich jedoch innerhalb eines Jahres wieder. 

Nach 15 Monaten hatte der Dow Jones wieder den Stand vor dem Krach.

1990 Japan-Crash 

Von Januar 1990 bis Ende September 1990 verlor der japanische Aktienmarkt gemessen am Nikkei-Index, mehr als 40 Prozent seines Wertes.

1991 Putsch

Am 19. August 1991, nach dem Putsch gegen den sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow, verlor der DAX 9,4 Prozent an einem Tag.

2000 Dotcom-Blase 

Im März 2000 platzte die Dotcom-Blase. 

Der NASDAQ Composite Index sank im März 2000 von 5.132 Punkten bis zum Oktober 2002 um knapp 80 Prozent auf nur noch etwa 1110 Punkte.

2001 Terroranschläge

Die Terroranschläge am 11. September 2001 führten zu einer viertägigen Handelsunterbrechung. 

Der DAX verlor an diesem Tag rund 8,5 Prozent. 

Unmittelbar nach der Wiedereröffnung fiel der Dow-Jones-Index um gut sieben Prozent.

2007 Finanzkrise 

Im Rahmen der Finanzkrise ab 2007 fiel der Nikkei-Index am 16. Oktober um 11,4 Prozent und erlebte den zweitgrößten Tagesverlust in der gesamten Geschichte des Index.

2020 Coronavirus

Im Rahmen des Aufkommens des Coronavirus brach der DAX am 9. März 2020 innerhalb eines Tages von 11.550 (Vortagesschluss) auf 10.300 Punkte um gut 10 Prozent ein. 

Kurz darauf erfolgte am 12. März 2020 ein weiterer Kurseinbruch um weitere 12 % auf 9.200 Punkte. 

Mit über 40 % Kursverfall binnen Monatsfrist, erlebten Anleger den historisch größten Rückgang des DAX innerhalb solch kurzer Zeit.

Aktuelle Infos zur jetzigen Börsenlage:

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