29. März 2020

Adidas Aktie - Chart Kennzahlen Geschichte

Durch den Kauf einer Aktie von Adidas beteiligt man sich am zweitgrößten Sportartikelhersteller der Welt.

Adidas - Aktienchart

(aus dem Geschäftsbericht 2019)

Adidas - Geschichte

1924 Gründung der Gebrüder Dassler Schuhfabrik: Herstellung von Sportschuhen durch die Brüder Adolf und Rudolf Dassler in Herzogenaurach. 

1925 Produktion spezieller Sportschuhe für Fußballer und Läufer (auch mit Stollen). 


1928 Einsatz von Dassler-Schuhen bei dem Olympischen Spielen in Amsterdam. 


1930er Jahre Modellausweitung auf Tennisschuhe u.a. 



1933 Eintritt in die NSDAP von Adolf und Rudolf Dassler

1936 Training von Jesse Owens (4 Goldmedaillen) in Dassler-Schuhen.


Etwa 1944-1945 Herstellung von Panzerabwehrwaffen in der Schuhfabrik unter Einsatz von Zwangsarbeitern u.a. 

1946 Wiederbeginn der Schuhproduktion. 

1948 Die seit jeher schwierige Beziehung der Brüder führte zur Trennung durch Gründung der Firma „Puma“ durch Rudolf Dassler 


Adidas und Puma waren lange Zeit schärfste Konkurrenten bei Sportschuhen. 


1949 18. August: Gründung der „Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik“ mit Patentierung eines Schuhmodells mit drei parallelen Streifen als Marke. 

1954 Weltbekanntheit der drei Streifen und Schraubstollen durch das „Wunder von Bern“ (deutscher Gewinn der Fußballweltmeisterschaft). 

Etwa 1955-1965 Herstellung von Sporthosen und –anzügen mit den drei Streifen auf Bitte des deutschen Fußball-Nationaltrainers Sepp Herberger 
als Auftragsarbeit durch die Firma Schwahn. 

1963 Produktion von Sportbällen und Badeschuhe („Adilette“). 

Etwa 1965 Kauf von Schwahn. 

Etablierung im Tennissport durch Herstellung eines Tennisschuhs aus Leder (anstatt in Canvas-Schuhen) für Robert Haillet. 

1966 Zusammenarbeit mit Le Coq Sportif. 

1967 Herstellung eines Trainingsanzugs in Zusammenarbeit mit Franz Beckenbauer ist Einstieg in den Verkauf von Kleidung für Endverbraucher. 

Seit 1970 Ausrüstung der Fußballweltmeisterschaften mit dem offiziellen Spielball.




1974 Kauf von Le Coq Sportif. 


Produktion von Tennisschlägern.

1976 Kauf von Erima (Trikothersteller). 

1978 Tod von Adolf Dassler: Adidas ist Weltmarktführer bei Sportartikeln. 

1978-1984 Übernahme der Geschäftsführung durch seine Ehefrau Käthe Dassler. 

1985 Horst Dassler (Sohn) wird Unternehmenschef: Ausbau des Lifestyle-Bereichs mit Etablierung der Sneaker (Freizeitmode) u.a.

Beschäftigung von 10.500 Mitarbeitern. 

Etwa 1985-1989 Finanzielle Probleme trotz zunehmender Verlagerung der Produktion in Billiglohnländer: Beteiligung von Investoren. 


1987 Tod von Horst Dassler: Erben sind seine vier Töchter. 


Etwa 1988 Rene C. Jäggi wird Unternehmenschef. 

1989 Verlust der Weltmarktführerschaft an Nike.

Jahresverlust: 130 Millionen Mark.

1990 Verkauf von 80 Prozent des Unternehmens durch die Dassler-Töchter an Bernard Tapie für 470 Millionen DM. 

1992-1994 Letztlicher Verkauf der 80%igen Beteiligung an Robert Louis Dreyfus. 

1994-2001 Dreyfus ist Vorstandsvorsitzender: Konzern wird nach Komplettumbau (wieder) zum ertragreichen Global Player trotz des verlustreichen Salomon-Kaufs. 

1995 Börsengang. 


Verkauf von Le Coq Sportif. 


1997 Kauf von Salomon (Sportartikel; mit dem Golfausrüster TaylorMade) für 2,4 Milliarden DM führt zur Umbenennung in „Adidas-Salomon“. 

2001-2016 Herbert Hainer wird Vorstandsvorsitzender. 

2005 Verkauf von Salomon für 485 Millionen DM: Umbenennung in „Adidas“. 

2006 Übernahme von Reebok 
(weltweit Nummer 3 bei Sportartikeln)  für 3,1 Milliarden Euro. 

Reebok erweist sich in den Folgejahren als „Sanierungsfall“ (laut Hainer). 

2008 Kauf der Golfmarken Adams Golf und Ashworth. 

2015 Verkauf von Rockport (Straßenschuhe). 

2016 Vorstandsvorsitzender ist Kasper Rorsted. 


Uraufführung des Fernsehfilms: „Duell der Brüder - Die Geschichte von Adidas und Puma“. 


2017 Verkauf des Golfgeschäfts (TaylorMade u.a.) und CCM Hockey (Eishockey- und Inlineskatingartikel).


2019 Wesentliche Marken sind Adidas und Reebok

Weltweite Verfügbarkeit durch eigene Ladengeschäfte und den Einzelhandel. 

Breites Produktportfolio: Bekleidung, Schuhe, Sportausrüstung, Accessoires sowie Lizenzprodukte wie Uhren, Kosmetik und Brillen.

Dazu hoher Bekanntheitsgrad als bedeutender Ausstatter von berühmten Sportlern, Sportmannschaften und internationalen Sportveranstaltungen.

2020 Staatshilfe wegen Corona.


Meine Einschätzung

Adidas erfüllt eigentlich nahezu alle meine Kriterien: Solides Umsatz- und Gewinnwachstum, ein gutes aktionärsfreundliches Management, seit vielen Jahren eine steigende Dividende ... aber nur eine geringe Dividendenrendite. 

Warum bin ich letztlich nicht investiert? 

Getränke, Nahrung und Tabak verstehe ich noch besser und diese Branchen halte ich für noch stabiler als die Schuh- und Modebranche - trotz der Adidas-Markenstärke.

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